Abbildungsmassstab

Der Abbildungsmassstab ist das Verhältnis der Grösse eines abgebildeten Objekts zu dessen realer Objektgrösse. In der Fotografie ist dieser Massstab eine wichtige Kenngrösse, um zu beurteilen, wie gross ein Objekt durch die Kamera abgebildet wird.

Bei einem Abbildungsmassstab von 1:1 (bzw. 1) wird das abzubildende Objekt in gleicher Grösse durch die Fotografie abgebildet. Ein Abbildungsmassstab von 1:2 (bzw. 0,5) projiziert das Objekt in halber Grösse, während bei einem Abbildungsmassstab von 2:1 (bzw. 2) das Objekt doppelt so gross wie ursprünglich dargestellt wird.

Die erste Zahl entspricht demnach der Größe des Bildes in der Abbildungsebene, die zweite Zahl der Größe des realen Objekts.

Je kleiner der Abstand zur Kamera und je länger die Objektivbrennweite, desto grösser wird der Abbildungsmassstab. Die Naheinstelleingrenze (der Mindestabstand des Objektivs zum Objekt, um noch fokussieren zu können) von Objektiven verhindert jedoch, dass der Abstand zum Objekt beliebig klein werden kann. Wird eine gewisse Grenze unterschritten (30cm bei gewöhnlichen Objektiven), wird das Bild unscharf und damit unbrauchbar.

Durch den Einsatz spezieller Makroobjektive kann diese Naheinstellgrenze jedoch verringert werden, sodass Objekte aus bis zu 1cm Entfernung scharf abgebildet werden können. Der Abbildungsmassstab dieser Spezialobjektive beträgt zwischen 1 und 1:4. Ab einem Abbildungsmassstab von 1:4 gelten Objektive als Makroobjektive, normaler Objektive hingegen liegen zwischen 1:7 und 1:9.

Entscheidend für die Abbildungsgrösse eines Objekts ist aber nicht nur das Wissen um den Abbildungsmassstab, sondern auch um die Sensorgrösse einer Kamera. Gerade bei Digitalkameras ist die Sensorgrösse oft verschieden, weshalb man auch bei gleichem Abbildungsmassstab unterschiedliche Bilder erhält. Zusätzlich zum Abbildungsmassstab sollte deshalb beim Kauf einer Kamera oder eines Objektivs darauf geachtet werden, wie klein ein Objekt sein darf, um dieses formatfüllend abzubilden.