Fotocollage aus drei Bildern der Reisefotografen Dominik Orth, Andy Gawlowsky und Anita Brechbühl

Die besten Schweizer Reisefotografen

Die Reisefotografie ist vielfältig wie kaum ein anderer Bereich in der Fotografie. In fremden Ländern treffen wir auf andere Vegetationen, exotische Tiere, aussergewöhnliche Landschaften, beeindruckende Architektur und Menschen aus fremden Kulturen. Dadurch vereint die Reisefotografie viele verschiedene Facetten der Fotografie.

Wir haben uns auf die Suche gemacht und mit drei Schweizer Fotografen gesprochen, die eine besondere Leidenschaft für die Reisefotografie hegen und diese erfolgreich ausleben.

Dominik Orth

Der 1978 geborene Schweizer Fotograf Dominik Orth arbeitet international in den Bereichen Reportage, Landschaft und Portrait. Diese drei Bereiche vereint er unter anderem auch in der Reisefotografie.

Während seiner Reisen hält er das Leben von Menschen fremder Kulturen, die Seelen der Länder und die Geheimnisse der Natur mit seiner Kamera fest. Der ästhetische und künstlerische Anspruch steht dabei stets im Vordergrund. Folglich soll jede einzelne seiner Fotografien stark und aussagekräftig genug sein, um unabhängig von seinen Serien stehen zu können.

Studiert hat Dominik Orth allerdings Psychologie und Betriebswirtschaft in Zürich. Zur Reisefotografie jedoch kam er im Jahre 1999: «Ich bin durch meine Grosseltern auf den Reisegeschmack gekommen, die mich 1999 zum ersten Mal nach Laos mitgenommen haben. Danach habe ich mir eine Digitalkamera gekauft und seither über 60 Länder bereist.»

 

gestreifte Berge – Zhangye im Nordwesten Chinas

Zhangye im Nordwesten Chinas © by Dominik Orth – www.orth.ch

Welches Ihrer Reiseziele hat Sie am meisten fasziniert?

«Am meisten fasziniert hat mich meine expeditionsartige Reise in den Ost-Tibet. Dort habe ich mehrere zum Teil sehr abgelegene Klöster besucht. Das buddhistische Lehrinstitut Larung Gar, welches auf über 4000 m über dem Meeresspiegel liegt, war einer der eindrücklichsten Orte, die ich je bereist habe.»

 

viele kleine Gebäude in den Bergen Osttibets

Buddhistisches Lehrinstitut Larung Gar in Osttibet © by Dominik Orth – www.orth.ch

World Wide Wax

Hinter dem Namen World Wide Wax steht der seit 2009 in der Schweiz wahlbeheimate Reisefotograf Andy Gawlowski. Geboren wurde er 1980 in Polen und lebte seit seinem siebten Lebensjahr mit seiner Familie in Deutschland.

Im Laufe der Jahre eignete sich Andy Gawlowski alle notwendigen Techniken und Fähigkeiten an, um seiner Kreativität im Rahmen der Fotografie Ausdruck zu verleihen.

Wie und wann sind Sie zur Reisefotografie gekommen?

«Zur Reisefotografie bin ich während meiner ersten grossen Reise nach Thailand gekommen. Das war im Jahr 2011. Ich habe zwar davor schon viele Jahre fotografiert, jedoch ohne inhaltliches Konzept. Erst mit der Reise hatte ich eine erste vollständige und abgeschlossene Fotoserie. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass Reisefotografie, in Verbindung mit Street Photography, das Genre ist, in dem ich mich spezialisieren möchte. Seitdem bereise ich so oft es geht die Welt, die Kamera immer im Anschlag.»

voll besetztes Auto in der kubanischen Hauptstadt Havanna

Havanna in Kuba © by Andy Gawlowski – www.worldwidewax.ch

 

Welches Reiseziel hat Sie am meisten fasziniert?

«Diese Frage kann ich nicht eindeutig beantworten. Jedes der Länder, das ich bisher gesehen habe, war auf seine Weise faszinierend, speziell und bereichernd. Am Ende hängt vieles von jedem persönlich ab, ob eine Reise positiv, oder negativ im Gedächtnis bleibt. Ich versuche immer möglichst viel aus meinen Reisen herauszuholen, viel zu sehen, mit den Einheimischen zu sprechen, ihre Küche und Traditionen kennenzulernen. Müsste ich mich aber für ein Land entscheiden, dann wäre das wahrscheinlich Mexiko – Yucatan. Die Mischung aus geschichtsträchtiger Kultur, unbeschreiblichen Landschaften sowie den Traditionen der Mexikaner hat den bisher mit grössten Eindruck hinterlassen. Aber dann wären ja auch noch Marokko, Kuba, China, Vietnam … schwierig zu beantworten.»

 

enge Gasse mit blauen Häusern in Chefchaouen in Marokko

Chefchaouen in Marokko © by Andy Gawlowski – www.worldwidewax.ch

Travelita

Anders als bei den Bereits vorgestellten Reisefotografen handelt es sich bei Travelita um einen Reiseblog.

Diesen Reiseblog rief die gebürtige Schweizerin Anita Brechbühl in Zusammenarbeit mit Ihrem Freund und Blogpartner Nicolas Glauser im März 2012 ins Leben. In ihren Beiträgen bringen sie uns nicht nur durch ihre atemberaubenden Aufnahmen zum Stauen, sondern lassen uns zudem in Wort und Schrift voll und ganz an ihren Erlebnissen teilhaben.

steinige schneebedeckte Küste in Lappland

Roadtripp Lappland © by Anita Brechbühl – www.travelita.ch

«Meine Begeisterung für Fotografie startete, als ich in der 5. Klasse zu Weihnachten eine analoge Kamera als Geschenk erhielt. Die begleitete mich ab diesem Zeitpunkt auf allen Ausflügen, Ferien und Reisen. Mit den entwickelten Fotos gestaltete ich jeweils nach den Ferien umfangreiche Reisetagebücher. Insofern ist die «Reisefotografie» ein Thema, das mich schon sehr lange begleitet. Als ich vor fünf Jahren zusammen mit meinem Freund Nicolas Glauser den Blog startete, nutzten wir dies als Ansporn, uns fotografisch weiterzuentwickeln. Es ist natürlich schon ein Unterschied, ob ich meine Schnappschussreisebilder im privaten Album sammle oder einen Reisebericht für alle einsehbar öffentlich publiziere.»

natürliches Wasserloch in einer Wüste in Oman

Roadtrip Oman © by Anita Brechbühl – www.travelita.ch

Auch von Anita wollten wir gerne wissen, welches Ihrer Reiseziele sie am meisten fasziniert hat:

«Schwierige Frage – eigentlich ist es immer das, welches ich gerade bereise. Ich mag bei der Reisefotografie die Vielseitigkeit und fotografiere genauso gerne Architektur wie Landschaftsbilder. In bleibender Erinnerung ist mir aber der Oman geblieben, den wir im Frühling 2016 bereisten. Ein Land, in dem es so viele landschaftliche und kulturelle Schätze zu entdecken gibt und dessen Wadis und versteckten Oasen uns zum Staunen brachten. Eine Faszination übt auch Nordeuropa aus. Wir waren schon mehrmals in Norwegen und Finnland, wo uns die langen Dämmerungszeiten mit den traumhaften Lichtstimmungen jedes Mal zum Schwärmen bringen.»

Die Geschichten zu den Bildern von Anita Brechbühl finden Sie hier:

 

 

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