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Mein Weg zum Beruf des Fotografen – Adrian Ehrbar Photography

Vom Konditor zum Profi-Fotografen: Adrian Ehrbar feiert seine Erfolge vor allem in der Gastronomie‑Fotografie. Zudem ist er als Hochzeitsfotograf aktiv und fertigt individuelle Aufnahmen an. Dies gelingt ihm stets unter dem Motto: Das ist EHRBAR. Wir haben ihn gefragt, wie sich sein Weg zum Beruf des Fotografen gestaltete und welche Tipps er interessierten Nachwuchsfotografen geben kann.

Auf der Webseite von Wedding Photography geben Sie an, gelernter Konditor zu sein. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen? Seit wann fotografieren Sie?

Ich fotografiere seit ich 16 Jahre alt bin. Als ich mit meinen Freunden am Inline-Skaten war, fotografierte ich damals mit einer kleinen Digital-Kompaktkamera. Diese war so langsam, dass meine Kollegen schon längst weiter waren, bis die Kamera endlich auslöste. Dann entschied ich mich, mir zu Weihnachten eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen.

Alt: Gastronomiefotografie auf weißem Teller angerichtet © Adrian Ehrbar Photography

Food Fotografie © Adrian Ehrbar Photography

Im Laufe meiner Ausbildung zum Konditor fotografierte ich dann die selbst kreierten Produkte zu Hause, zuerst mit einfachen Lampen, später mit dem vom Lehrlingsgeld gekauften Blitzanlagen. Später habe ich meine Bilder meinem Fachlehrer gezeigt, der so begeistert war, dass wir dann zusammen ein Fachbuch fotografierten (Magic Marzipan von Franz Ziegler). Dieses wurde 2009 in Paris mit dem World Cookbook Award zum weltbesten Dessertbuch ausgezeichnet, so begann meine Karriere.

Wieso haben Sie sich für die Fotografie entschieden?

Fotografie ist meine Berufung. Ich liebe die Arbeit mit den Menschen, ich liebe die (meist) kreative Freiheit. Ausserdem ist man als Fotograf oft unterwegs und lernt viele neue Orte und Menschen kennen.

Denken Sie, dass es Berufe gibt, für die eine Ausbildung weniger wichtig ist als Talent?

Klar, vor allem in den künstlerischen Berufen gibt es viele erfolgreiche Autodidakten. Eine Ausbildung ist immer eine gute Grundschulung, egal in welchem Metier, jedoch benötigt ein Fotograf auch ein Gespür für die Bildgestaltung, was nicht unbedingt gelernt werden kann.

Alt: Ein zur Seite blickender Mann fängt jeweils ein geöffnetes Taschenbuch mit seinen Händen - © Adrian Ehrbar Photography

Künstlerisch anmutende Fotografie eines Mannes © Adrian Ehrbar Photography

Haben Sie selbst eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Fotografie absolviert?

Nein, ich bin Autodidakt.

Was würden Sie jungen Personen raten, die das Ziel verfolgen als Fotografin bzw. Fotograf tätig zu sein?

Melden Sie sich bei renommierten Fotografen und fragen Sie nach einem Praktikum. Am meisten lernt man beim Zuschauen und selber Fotografieren. Oder besuchen Sie die HF Schule in Baden, wo Sie Fotografie noch auf beruflicher Ebene studieren können, ideal für Quereinsteiger. Und sonst als Rat: Fotografieren, fotografieren, fotografieren…!

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Kamera? War sie ein Geschenk oder haben Sie sich die Kamera selbst erspart?

Ich habe mir die Kamera selbst zu Weihnachten erspart, eine Nikon D50 mit einem 18‑55 mm f 4.5-5.6 Zoomobjektiv. Gut, meine allererste Berührung mit einer Kamera war eine Ravensburger Kinderkamera.

Alt: Fischflosse links und geöffnete Erbsenschote rechts daneben auf schwarzem und befeuchtetem Untergrund drapiert © Adrian Ehrbar Photography

Food Fotografie © Adrian Ehrbar Photography

Vielen Dank für die interessanten Einblicke in Ihren Werdegang und weiterhin viel Erfolg !