Food Fotografie ist angesagt und regt zum Abbilden von kreativen Mahlzeiten an

Dekoration und Hintergründe in der Food Fotografie – Tipps und Tricks

Food-Blogs sind so angesagt wie nie und die sozialen Netzwerke quellen über vor Bildern von Menüs, Snacks, Kuchen, Smoothies und Suppen. Von aufwendigen Arrangements, abgelichtet mit professioneller Technik bis hin zu einfachen Smartphone-Bildern vom Mittagsmenü im Bistro nebenan findet sich alles im Internet wieder. Auch Kochbücher leben heute vielmehr vom optischen Eindruck als von Rezeptideen allein. Wer gern kocht und seine Kreationen mit der Welt oder Freunden teilen möchte, sollte einige Ratschläge beherzigen, damit den Betrachtern das Wasser im Munde zusammenläuft.

Planung und Stil

Neben den Farben und Konsistenzen der Speisen, die präsentiert werden sollen, spielen Dekorationen, Hintergründe, Geschirr und Besteck eine entscheidende Rolle. Über sie wird eine bestimmte Stimmung transportiert und das Menü in den gewünschten Kontext gesetzt. In der Werbefotografie arbeiten die Profis mit Mitteln wie künstlichem Eis, Rasierschaum und allerhand anderen weniger appetitlichen Helfern – das kommt natürlich nicht in Frage, wenn man seine Gerichte nach dem Fotografieren noch essen möchte. Wir geben hier Tipps, wie Sie Ihr Essen ohne solche Tricks ins rechte Licht setzen können.

Es lohnt sich, schon bei der Planung und dem Einkauf einige Entscheidungen zu treffen und den Prozess des Kochens zu dokumentieren. Die verwendeten Zutaten in Rohform bieten eine tolle und ganz einfache Dekoration für das fertige Menü. Beispielsweise bieten grüne Kräutertöpfe, rote Chilli-Schoten, weisses Salz und lila Auberginen tolle Kontraste. Je nachdem, was auf den Teller kommt, können diese entweder klassisch – weiss und eckig oder oval – oder verspielt sein, zum Beispiel mit Blumenmustern und Schnörkeln. Insgesamt ist es wichtig, dass die Speisen im Vordergrund stehen und die Bilder nicht zu überladen wirken. Die Portionen sollten nicht zu gross sein und die Komponenten des Gerichts appetitlich angerichtet werden. Der Stil der Bilder sollte klar und nicht zu unruhig sein. Deko, Geschirr und Besteck sollte nicht nur farblich, sondern auch inhaltlich zum abgelichteten Gericht passen.

Hintergründe, Untergründe, Dekoration und Accessoires

Das «Drumherum» entscheidet mit über die Qualität der Food-Fotos. So gehört zu einem Pasta-Gericht ein schönes Glas Rotwein und zu einem Stück Kuchen eine Tasse Kaffee oder Kakao. Die richtigen Begleiter sind abhängig vom Thema der Mahlzeit.

Hübsch angerichtet auf einem passenden Untergrund kommen kulinarische Leckerbissen am besten zur Geltung

Es spielt auch eine wichtige Rolle, auf welchem Untergrund Geschirr, Essen und Accessoires präsentiert werden. Den passenden Untergrund kann man sich selbst anfertigen. Aus Pappe, Holz, Tischdecken, Schneidebrettern und ähnlichem lassen sich einfach passende Untergründe zum Auswechseln basteln. Es eigenen sich auch hervorragend Naturmaterialien, Holztischplatten, verschiedenfarbige Sperrholzplatten und Glas-, Schiefer- oder Marmorplatten.

Zu asiatischen Gerichten harmonieren beispielsweise Bambusmatten gut, Wildgerichte kommen besonders schön auf Schieferplatten zur Geltung und Smoothies auf hellem Holz.

Geschirr, Farben und Untergrund bestimmen die Stimmung in der Food-Fotografie

Gemütlich oder Modern

Grundsätzlich lassen sich selbst Grundzutaten wie frisches Obst und Gemüse oder Kräuter mit den entsprechenden Untergründen und je nachdem, wie sie angerichtet sind, rustikal oder modern, eher warm oder frisch, sommerlich oder winterlich darstellen. Ausschlaggebend sind die verwendeten Farben und Materialien.

Holz, getöpfertes oder mit Blümchen bemaltes Geschirr, warme Farben und verziertes Besteck kreieren eine behagliche Atmosphäre und ländliche Assoziationen. Die Speisen wirken dadurch besonders natürlich und ursprünglich. Entsprechend eignen sich besonders traditionelle und klassische Gerichte sowie heimisches Obst und Gemüse für diese Aufnahmen. Küchenutensilien aus Emaille verschönern die Aufnahmen. Die Dekorationselemente, das Geschirr und auch die Flächen, auf denen die Nahrungsmittel angerichtet werden, dürfen ruhig unregelmässig, beschädigt oder mit anderen Worten «shabby chic» sein.

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie Ihre Kochkünste modern und geradlinig präsentieren möchten. Die gleichen Speisen bekommen eine völlig andere Wirkung und die Stimmung der Bilder wird kühler. Benutzen Sie am besten weisses Geschirr aus Porzellan in klassischen oder eckigen Formen. Weisse oder schwarze glatte Untergründe und edles modernes Besteck, Weingläser und einfarbige Servietten ergänzen das Setting.

Internationale Küche

Asiatische Gerichte wie Sushi wirken am besten, wenn sie mit den passenden Accessoires präsentiert werden. Schwarzer Untergrund und Essstäbchen, Dipschalen und eine klare, geradlinige Anordnung lenken den Fokus ganz auf die kulinarische Kreation. Asiatische Nudel- und Reisgerichte wirken besonders edel auf schwarzen Tellern oder in dunklen Pfannen. Als Untergrund kann dann beispielsweise eine Natursteinplatte oder Bambusmatte verwendet werden.

Sushi lässt sich besonders schön auf einer schwarzen Schieferplatte und mit Essstäbchen präsentieren

Orientalische Gerichte und Currys lassen sich hübsch auf Tellern und in Schüsseln mit Ornamenten und bunten floralen Mustern anrichten. Reis, Brot oder andere Beilagen können in einer Schüssel im Hintergrund zu sehen sein. Einige frische Kräuter darauf zupfen und hübsches Silberbesteck dazu – mehr braucht es gar nicht für ein gelungenes Bild.

Teller mit Ornamenten bieten eine schöne Kulisse für orientalische Speisen, Curry-Gerichte oder Pasta

Menschen bringen Dynamik in Food-Fotos und lockern die Arrangements auf

Statisten im Bild

Wer viele Food-Fotos macht, wird bald nach neuen Möglichkeiten suchen. Eine Idee, um Bewegung und Auflockerung in die Bilder zu bringen, ist es, Menschen mit abzulichten. Eine warme Suppe kann so von einer Person mit dicken Winterhandschuhen gehalten werden, ein Eis am Stiel kann geleckt werden, Kuchen kann mit dem Messer angeschnitten werden. Der Fokus sollte auch hier auf den Speisen liegen, so dass Detailaufnahmen der «Statisten» entstehen. Probieren Sie es doch aus, es wird ganz neue Impulse in Ihre Food-Fotos bringen.

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