Fotostudio mit Dauerlichtleuchten

Dauerlicht-Leuchten im Überblick

Das Wort Fotografie oder auch Photographie stammt aus dem Altgriechischem und bedeutet «im Licht schreiben, malen oder zeichnen». Nicht zu jeder Zeit oder an jedem Ort herrschen die richtigen Lichtverhältnisse, um das optimale Ergebnis aus dem gewählten Motiv herauszuholen. Abhilfe schaffen diverse künstliche Lichtquellen, wie das Blitzlicht und verschiedene Dauerlicht-Leuchten.

Dieser Artikel wird Ihnen verschiedene Arten an Dauerlicht-Leuchten vorstellen und deren Vor- und Nachteile erläutern.

Dauerlicht in der Fotografie

Ein Dauerlicht ist in der Fotografie eine künstliche Lichtquelle, welche ein Motiv für einen längeren Zeitraum ausleuchten soll. Die Dauerlicht-Leuchte spielt nicht nur in der Fotografie eine Rolle, sondern ist vor allem im Bereich von Film und Fernsehen von grosser Bedeutung. Das Dauerlicht ist zum heutigen Zeitpunkt in der Fotografie wieder sehr beliebt und stellt neben dem altbewährten Blitzlicht eine echte Alternative dar. Das Dauerlicht findet vor allem in der Studiofotografie Verwendung.

Der Portraitfotograf Chris Gonz aus Plauen in Deutschland zum Unterschied zwischen Dauer- und Blitzlicht: «Einen Unterschied zwischen Dauerlicht und Blitz sieht man meistens nicht. Im Grunde genommen ist es später schwer zu erkennen, um welche Lichtquelle es sich handelt, da man Dauerlicht genauso mit Lichtformern richten und lenken kann wie das altbewährte Blitzlicht. Dennoch gibt es Situationen, in denen die Benutzung eines Blitzes nicht möglich ist.»

Vorteile von Dauerlicht im Vergleich zum Blitz

Dauerlichtleuchten sind in der Regel leicht bedienbar und haben den Vorteil, dass man die Lichtwirkung und den Verlauf des Schattenwurfs, im Gegensatz zum Blitzlicht, sofort sehen und beurteilen kann. Dadurch können vorab alle Leuchtmittel so positioniert werden bis die gewünschte Lichtwirkung erreicht ist. Durch diese Kontrollierbarkeit lassen sich auch Reflexionen leichter vermeiden.

Nachteile von Dauerlicht im Vergleich zum Blitz

Ein Nachteil liegt in der geringen Lichtleistung im Vergleich zu Hochleistungsblitzgeräten. Des Weiteren gestaltet es sich bei der vorhandenen Lichtleistung des Dauerlichtes eher schwierig, mit ISO 100 aufzunehmen und eine grosse Schärfentiefe zu erzeugen. Diese können Sie zwar dennoch durch eine hohe Belichtungszeit bewirken, jedoch wird die Dynamik Ihres Motives dadurch erheblich eingeschränkt.

Ein weiterer Nachteil ist die Wärme, die durch den Betrieb der meisten Dauerlichter erzeugt wird. Falls Menschen fotografiert werden, wird es mitunter schnell unangenehm warm, das Model beginnt zu schwitzen. Die Hitze kann auch den Einsatz von Diffusoren und Folien einschränken.

Als Nachteil können auch die hohen Anschaffungs- und Instandhaltungskosten gesehen werden, da einige der Leuchtmittel eine nicht allzu lange Lebensdauer aufweisen. Auch die entstehenden Stromkosten sind nicht ausser Acht zu lassen. Eine Halogen-Leuchte weisst eine Lebensdauer von circa 2.000 Stunden auf, dem gegenüber steht die LED mit einer Lebensdauer von bis zu über 100.000 Stunden.

Kamera fotografiert mittels Dauerlicht zwei Weingläser

Arten und Unterschiede von Dauerlicht-Leuchten

Bei Dauerlicht-Leuchten gibt es Unterschiede, sowohl in der Bauform als auch beim Einsatz des Leuchtmittels. Als Leuchtmittel werden Halogen-Leuchten, HMI-Leuchten, LEDs und viele andere eingesetzt.

Manche dieser Leuchtmittel verändern bei Dimmung ihre Farbtemperatur und andere lassen sich gar nicht dimmen. Zudem können manche nicht heiss gezündet werden. Das bedeutet, diese benötigen nach dem Ausschalten eine gewisse Ruhephase, um erneut in Betrieb genommen zu werden. Des Weiteren ist bei Benutzung solcher Leuchtmittel stets die Beschreibung zu beachten, da einige sehr empfindlich sind und nicht mit den blossen Fingern angefasst werden dürfen.

Ein wichtiger Punkt beim Vergleich der unterschiedlichen Leuchtmittel ist die Helligkeit. Hierbei reicht es jedoch nicht, wie beim herkömmlichen Glühbirnenkauf für den eigenen Haushalt, die Watt-Zahl heranzuziehen. Es ist vielmehr wichtig, die Lumen pro Watt zu betrachten, welche die Lichtausbeute einer Lampe ausdrücken. Hier gilt, desto höher die Lichtausbeute, umso grösser ist der für das Auge nutzbare Lichtstrom.

Verschiedene Leuchtmittel im Vergleich:

  • Glühlampe: ca. 10 – 15 Lumen/Watt
  • Halogen: ca. 20 Lumen/Watt
  • HMI: ca. 90 – 100 Lumen/Watt
  • Leuchtstoffröhre: ca. 36 – 100 Lumen/Watt
  • LED: ca. 60 – 110 Lumen/Watt
  • Natriumdampflampe: ca. 150 Lumen/Watt

Weitere Informationen zu den verschiedenen Leuchtmitteln finden Sie hier.

Es ist beim Einsatz von Dauerlicht-Leuchten vorteilhaft, lichtstarke Objektive zu nutzen. Wenn Sie mit einer geschlossenen Blende fotografieren möchten, erhöht sich automatisch der Lichtbedarf. Bei jeder Blendenstufe verdoppelt sich der Lichtbedarf, es sei denn, Sie können diesen durch den ISO-Wert oder die Belichtungszeit ausgleichen.

Fazit

Dauerleuchten stellen für einen Einsteiger- oder Hobbyfotografen eine wesentliche Investition dar. Deshalb sollten Sie sich gut überlegen, wie oft und wie intensiv Sie ein Dauerlicht benötigen.

Für einen gelegentlichen Schnappschuss werden auch günstige Einsteigersets angeboten. Der Vorteil dieser Einsteiger-Lichtsysteme ist, dass alle Elemente miteinander harmonieren, welches die Benutzung für einen Einsteiger einfach macht. Dennoch ist bei den Sets darauf zu achten, dass diese oft schwierig zu erweitern sind. Eine weitere Möglichkeit sind Baustrahler, die mit Halogen-Leuchtmittel arbeiten. Hier kann man relativ preisgünstig brauchbare Modelle finden.

Steht jedoch von Anfang an der Aufbau eines kleinen eigenen Studios in Planung, mit wahrscheinlicher Aussicht auf Vergrösserung, so ist die Überlegung, sofort auf hochwertigeres Profi-Equipment zurückzugreifen, unabdingbar. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Leuchtmittel und ihre Vor- und Nachteile. Auch interessant: Ringleuchten für besondere Effekte.